20. März 2025

Tag der Solidarität 2025

Vorschläge für Fürbitten
Herr, wir bitten Dich für unsere Kirchenleitungen und die politischen Verantwortlichen, dass sie durch deinen Beistand mit Mut und Überzeugung gegen die unterschiedlichsten Formen von Extremismus unserer Zeit auftreten.
 
Wir bitten Dich erhöre uns.
 
Herr, wir bitten Dich im Kontext der vielen wahrgenommenen Krisen und persönlich empfundenen Sorgen, dass Du uns Christinnen und Christen nicht in selbstbezogenen Egoismus verfallen lässt, sondern uns in der gelebten Solidarität bestärkst.
 
Wir bitten Dich erhöre uns.
 
Herr, wir bitten Dich besonders am heutigen diözesanen „Tag der Solidarität“ um ein noch größeres Bewusstsein für den Wert auf unterschiedlichster Weise geleisteter Arbeit und für die Würde der daran beteiligten Menschen.
 
Wir bitten Dich erhöre uns.
 
Herr, wir bitten Dich besonders für die christlichen Vereine und Organisationen, dass sie die soziale Dimension des Evangeliums in ihrem Wirken für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung als Maßstab hernehmen.
 
Wir bitten Dich erhöre uns.
 
Herr, wir bitten dich um Frieden und Versöhnung zwischen den Menschen, Völkern und Ländern, die nicht zum Spielball rücksichtsloser Interessen weniger Weltmächte werden dürfen.
 
 
Elisabeth Scherlin, Patronatsdirektorin
Am Sonntag, den 23. März 2025 wird in der Diözese Bozen-Brixen der „Tag der Solidarität“ gefeiert. Auch in diesem Jahr soll es in den Pfarreien ein „Tag des Dankes“ sein, weshalb zum dritten Mal in Folge das Wort „DANKE“ in verschiedenen Sprachen auf dem eigens dafür angefertigten Plakat zu lesen ist.

An diesem denkwürdigen Tag wird dafür gedankt, dass Ende der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts dieser sogenannte „Tag der Sozialfürsorge“ eingeführt wurde, um das Patronatswesen in unserer Provinz aufzubauen. An diesem Tag wurde die Kirchensammlung dem Patronat KVW-Acli (Associazioni Cristiane lavoratori italiani) gespendet.

Damals gab es in Südtirol einige tausend Rentenansprüche, von denen die Betroffenen nichts wussten. Um diesen Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen, wurde auf Initiative von Bischof Johannes Geisler und Prälat Johannes Untergasser das Patronat gegründet. Eine Erfolgsgeschichte, die nun schon fast 80 Jahre andauert. Solidarität bedeutet, dass sich Menschen gegenseitig unterstützen und füreinander einstehen. „Wir bieten den Bürgerinnen und Bürgern professionelle Dienstleistungen im Bereich der sozialen Fürsorge und Vorsorge. Auch wenn sich im Laufe der Jahrzehnte die Schwerpunkte des Patronats verlagert haben, sind Aufklärung, Information, Antragstellung und Kontrolle nach wie vor unsere Kernaufgaben“, so Patronatsdirektorin Elisabeth Scherlin.

Dass das Patronat auch heute, im Zeitalter der Digitalisierung und teilweisen Informationsüberflutung, noch notwendig ist, zeigen folgende Daten. Über 51.000 Aktenvorgänge wurden statistisch erfasst, nicht mitgezählt sind die unzähligen Telefonate, die leider nicht alle entgegengenommen werden konnten, sowie die Anfragen per E-Mail und die persönlichen Beratungen, die nicht mit einem Antrag endeten. Der KVW unterhält auch heute noch neben dem Provinzialbüro in Bozen, Außenstellen in Meran, Schlanders, Bruneck, Brixen, Sterzing und Neumarkt. 

Im Jahr 2024 wurde folgendes positiv abgeschlossen: 2.116 Invaliden-, Alters-, Dienstalters-, Hinterbliebenen-, Sozial- und Auslandsrenten, 972 Neufestsetzungen von Renten, 3.853 Anträge auf Landeskindergeld, 609 Anträge auf Landesfamiliengeld, 3.327 Anträge auf Arbeitslosengeld/Naspi, 905 Anträge auf Pflegegeld und 175 Anträge auf Aufenthaltsgenehmigungen und -scheine.

Traditionell schreibt Bischof Ivo Muser zu diesem Tag einen Brief. In diesem Jahr lädt er dazu ein, den Menschen und Institutionen „Danke“ zu sagen, für die Solidarität und der Einsatz für mehr soziale Gerechtigkeit vor Ort ein „Tun-Wort“ ist. Die Fürbitten werden von der Diözesankommission für Arbeit und soziale Gerechtigkeit Unterstützung in Fragen der Rente, der Arbeitslosigkeit, der Familienförderung und der Gesundheitsfürsorge. Zu uns kommen Menschen, die Hilfe brauchen, um ihre Rechte als Arbeitnehmer:innen und Rentner:innen durchzusetzen“, bekräftigt Patronatspräsidentin Margareth Fink.

Denn Solidarität zeigt sich auch in sozialen Sicherungssystemen wie den Patronaten, die ein sichtbares Zeichen gelebter Solidarität sind.